Der Extraktionsprozess

Es gibt schwere Energien, die durch den Illuminationsprozess nicht vernichtet werden, sondern kristallisieren und zu fast materiellen Objekten werden. Die kristallisierten Energien setzten sich im physischen Körper fest und nehmen dort die Gestalt von Dolchen, Pfeilen, Speeren und Schwertern an. Diese Energien können durch Wut, Neid oder Hass entstehen, die andere Menschen auf uns richten. Manchmal handelt es sich auch um energetische Rückstände – Erinnerungen an Verletzungen und Tode aus früheren Leben.

Menschen die uns am nächsten sind wie Familie, Freunde und Mitarbeiter, können uns die grösste Freude bereiten, aber auch den grössten Schmerz zufügen.

Erfahrung ist das, was man erlangt, kurz nachdem man es hätte gebrauchen können.
 
– Isabel Allende –

Ihr direkter Zugang zu unserer intimsten Privatsphäre macht uns besonders verwundbar für ihren Betrug, ihre Wut oder ihre Eifersucht. Ein negativer Gedanke von einem Menschen, der uns nahe steht, kann unseren leuchtenden Körper wie ein Dolch durchbohren. Wenn diese Enegien in uns eindringen, schwirren sie anfangs im LEF umher. Unser System erkennt die Feindseligkeit dieser Energien und macht sie in ähnlicher Weise unschädlich, wie das Immunsystem fremde Bakterien vernichtet. Wenn wir jedoch kontinuierlich unter negativen Einflüssen stehen, wird unser leuchtender Körper irgendwann nicht mehr mit ihnen fertig. Eine auf uns gerichtete negative Energie kann sich dann kristallisieren und im physischen Körper einnisten. Diese Energien gehören nicht zu uns, und weil sie schon fast feste Form angenommen haben, müssen sie manuell entfernt werden.

Im Gegensatz zu kristallisierten Energien, die sich im Körper einnisten, besetzen eingedrungene Wesen das zentrale Nervensystem. Da eingedrungene Wesen flüssig sind und sich im Körper bewegen, kann auf sie nicht die gleiche Technik angewendet werden wie auf kristallisierte Energien. Viele psychologische und physische Probleme werden durch eingedrungene Wesen verursacht oder verstärkt. Häufig produzieren sie Ängstlichkeit, Depression, Abhängigkeiten, Stimmungsumschwünge und noch viele andere Symptome. Eingedrungene Wesen sind entkörperte Spirits, die zwischen dieser Welt und der nächsten festsitzen. Manchmal kann es sich bei einem eingedrungenen Wesen auch um ein Selbst aus einem unserer vorausgegangenen Leben handeln, das aus unserem Unbewussten geweckt wurde und wieder leben will und sich daher mit dem gegenwärtigen Selbst um den Zugang zum zentralen Nervensystem streitet. Eingedrungene Wesen heften sich an ein Chakra und verbinden sich dadurch mit dem zentralen Nervensystem, wo sie eine parasitäre Beziehung zum Wirt herstellen. Auch eingedrungene Energien sind flüssig und strömen durch das LEF wie eine dunkle Welle. Sie fliessen von einem Chakra zum anderen und erkunden unser Nervensystem. Jede Energie verfügt über Bewusstsein, sei sie auch noch so rudimentär und primitiv, sodass es den Anschein haben kann, als hätte eine eingedrungene Energie eine menschenähliche Persönlichkeit. Wenn ein Heiler mit ihr Kontakt aufnimmt, kann er die Wut, den Hass oder den Neid einer Person spüren, die ihre Gedanken gegen seinen Klienten gerichtet hat. Eine eingedrungene Energie löst sich in der Natur auf, da sie über kein LEF verfügt, das sie umhüllt. Sie wird wieder von den Bäumen und den Steinen aufgenommen und kehrt in den Schoss der Erde zurück. Ein eingedrungenes Wesen wird von leuchtenden Heilern in die Spirit-Welt begleitet. Diese leuchtenden Wesen helfen der verwirrten Seele, wieder Bewusstsein zu erlangen und ins Licht zu gehen. Wenn fremde Energien in das zentrale Nervensystem eingedrungen sind, werden sie mit Hilfe eines Kristalls entfernt.

Aus „Das geheime Wissen der Schamanen“ von Alberto Villoldo